Es gibt viele durchschnittliche Inhalte im Netz. Und es gibt hilfreiche Blogartikel mit denen Du Kunden gewinnst. Versetze Dich in die Haut Deines Lesers und gib eine ehrliche Antwort auf diese beiden Fragen:  

  1. Auf welche Art und Weise liefert der Inhalt Mehrwert für deine Leser? Mit anderen Worten: Was ist drin für ihn?
  2. Wie präsentierst Du diese Information am besten, so dass Deine Leser sie verstehen, darauf verlinken und in sozialen Netzwerken teilen?

Die Rechnung ist ganz einfach: Finden Leser Deine Inhalte hilfreich, stärkt das Deine Sichtbarkeit in Google und Co. Okay, genug mit dem Intro. Konzentrieren wir uns aufs Business und Blogartikel, mit denen Du Kunden gewinnst.

1. FAQ-Posts = Blogartikel zu häufig gestellten Fragen

Wenn Du Dich mit Rankingfaktoren von Google beschäftigst, weißt Du das seit dem Hummingbird-Update Semantik und sprachliche Intelligenz eine Rolle spielen. Leute stellen Fragen und Google leitet sie zu Webseiten mit Antworten.

Hier setzt Du an: Stelle für Dein Business typische Fragen und greife sie in Blogartikeln auf.

Artikelideen dank Kundenbeschwerden

Pro-Tipp:
Nutze verschiedene Wege, um Ideen für Fragestellungen zu generieren.


FAQs findest Du durch:

  • Zuhören: Höre Deinen Kunden zu und notiere Dir wiederkehrende Fragen.
  • Q&A-Portale: Besuche Frage-und-Antwort-Seiten wie gutefrage.net, wer-weiss-was, Quora oder Yahoo Clever und suche nach Fragen im Zusammenhang mit Deinem Angebot.
  • Spezialseiten: Fachportale, Businessnetzwerke und Foren können eine fantastische Inspirationsquelle sein.
  • Google Vorschläge: Wirf einen Blick auf die Vorschläge von Google während der Suchanfrage. Gib einen typischen Begriff für Dein Geschäft in das Suchfeld ein und ergänze die Buchstaben von A bis Z sowie 0 bis 9. Notiere Dir passende Begriffskombinationen.
  • Fragewörter: Starte die Google-Suche mit Fragewörtern und ergänze einen Suchbegriff für Dein Business. Verfeinern kannst Du das indem Du das Sternchensymbol „*“ zwischen dem Fragewort/ Phrase und Deinem Begriff setzt. Dank dem Sternchen * wirft Google Dir die gängigsten Füllwörter aus.
  • Verwende in Suchfeldern typische Anfänger-Formulierungen wie:
    • Wie verbessere ich …
    • Wie lerne ich …/ Wie starte ich …/ Wie fange ich an …
    • Wie beseitige ich …/ Wie höre ich auf … / Wie überwinde ich …/ Wie verringere ich …/Wie verliere ich …/ Was tun gegen …
    • Was muss ich beachten …
    • Wie finde ich …/ Wo kann man …/ Wo bekomme ich …/ Wie werde ich Profi … / Wie werde ich … / Wie bekomme ich…
Pro-Tipp:
Drehe zusätzlich Videos im FAQ-Stil.


4 Gründe, die für Videos sprechen:

  1. Du peppst Deine Blogartikel multimedia auf.
  2. Wenn Du die Videos auf Youtube stellst, gewinnst Du über die Videoplattform zusätzliche Besucher.
  3. Du kannst eine Serie von FAQ-Videos drehen. Diese führst Du zu einer thematischen Playlist auf Youtube oder/und Facebook zusammen und bildest auf die Art und Weise Themenblöcke ab.
  4. (Potenzielle) Kunden nehmen Dich über zusätzliche Sinneskanäle wahr und gewinnen Vertrauen.  

Beispiel: Ein gutes Beispiel für FAQ-Artikel zur Kundengewinnung ist Seite von Marcus Sheridan. Hier dreht sich alles um Indoor-Pools. Ein Blogartikel hat ihm nach eigenen Aussagen im Laufe der Zeit über 2 Millionen Dollar Umsatz beschert. Wie kommt´s? Er beantwortet typische Fragen, die sich Kunden vor dem Kauf einen Pools stellen und zwar wahrheitsgemäß. 😉

2. SAQ-Artikel = Blogartikel zu Fragen, die gestellt werden sollten

Artikel unter der Motto „Should Ask Questions“ finde ich genial, um die Zusammenarbeit mit Kunden zu verbessern. Du gehst auf Fragen ein, die Kunden vor einer Zusammenarbeit stellen sollten oder die Du Dir für ein Briefing wünscht. Der Trick des Ganzen besteht darin, dass die am häufigsten gestellten Fragen nicht immer die wichtigsten für einen guten Job Deinerseits sind.

Beispiel: Wenn Du Texter bist, kann eine SAQ-Frage lauten: Welche Informationen braucht ein Texter in einem Briefing, um gute Texte aus Kundensicht zu schreiben?

3. Listen mit thematischen Schwerpunkten

Stelle Auflistungen zu einem bestimmten Thema zusammen – entweder in Form von Links zu den Ressourcen oder/und kurze Aufzählungen. Du lenkst den Blick auf Dinge, die für Deine Leser relevant sind und zeigst Deine Themenkompetenz.

Vorteile:

Listen sind übersichtlich, bieten Orientierung und jeder Punkt auf der Liste bildet ein für sich abgeschlossenes Thema. Aufgrund der Einfachheit teilen Leute Listen-Artikel gerne in sozialen Netzwerken.

Typische Themen für Blogartikel in Listenformat sind:

  • Bücher/ Filme, die jeder kennen sollte
  • Tools für bestimmte Tätigkeiten
  • Ressourcen zu einem bestimmten Thema
  • Produkte
  • Top-Influencer/ Top-Blogger/ Top-Webseiten/
  • Trens
  • Studien

Ach ja, einen Blogartikel in Listenformat liest Du gerade. 🙂

4. Blogartikel mit Checklisten

Checklisten bilden notwendige Schritte ab, um eine Aufgabe vollständig zu erfüllen. Sie sind leicht lesbar und verständlich. Leuten teilen Checklisten in sozialen Netzwerken, da sie konkrete Schritte ohne langes Lesen und nachdenken beinhalten.

Potenzielle Kunden bekommen:

  • einen Überblick über relevante Punkte,
  • erkennen wichtige Fragestellungen,
  • erhalten Einblick in Deine Arbeitsweise und Fachwissen.

Der Grund, warum Checklisten-Artikel super für die Gewinnung passender Kunden sind, liegt in der Natur der Sache. Checklisten wirken zwar auf den ersten Blick leicht verständlich und praktisch. Aber bei der Implementierung tauchen die tatsächlichen Fragen auf. Für die Antwort kommt Dein Leistungsangebot ins Spiel.

Kennst Du den Unterschied zwischen „Wie-“ und „Was„-Fragen? Antworten auf Was-Fragen kannst Du locker kostenlos herausgeben. Dagegen beruhen Antworten auf Wie-Fragen auf Wissen und vor allem Erfahrungen. Das Wie ist die Dienstleistung, die Du verkaufst.

Blogartikel im Checklisten-Format unterstützen das Was, aber vernachlässigen das Wie. Click to Tweet

Nur damit wir uns richtig verstehen: Gute Checklisten helfen Lesern enorm weiter. Aber hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die einen kontaktieren Dich und loten eine Zusammenarbeit aus. Die anderen googeln weiter bis sie die Lösung für das Wie gefunden haben. Letztlich steht fast alles im Netz, wenn man lang und intensiv genug sucht. Das ist eine Frage der Ressourcen: Geld oder Zeit? 🙂

Pro-Tipp:
Idealerweise bereitest Du die Checkliste als Grafik auf. Du kannst beispielsweise Tools wie Piktochart oder Canva einsetzen.


Vorteile für Dich:

  • Sharing: Du erhöhst die Chance, dass andere den Artikel über soziale Netzwerke teilen.
  • Backlinks: Du generierst natürliche Backlinks auf Deinen Blogartikel.
  • Newsletter-Liste: Du gibst den Download der Checkliste nur gegen ein Newsletter-Optin frei.

Checkliste-Blogartikel-Kundengewinnung

 

5. Blogartikel mit einer Problem-Lösung

Du stellst ein typisches Problem aus Kundenperspektive dar und demonstrierst eine Lösungsvariante im Anschluss. Beschränk Dich auf Probleme, die nah an Deinem Angebot sind.

Es geht darum, neben loyalen Lesern auch zahlende Kunden zu gewinnen. Click to Tweet
Pro-Tipp:
Schildere das Problem. Stelle verschiedene Lösungsanbieter vor und bringe Dein eigenes Angebot als eine mögliche Option ins Spiel. Das baut Vertrauen auf.

 

6. Tieftaucher Postings

Mit Tieftaucher Postings meine ich Blogartikel, die auf eine ganz spezifische Kundengruppe oder Interesse zugeschnitten sind. Du gibst nahezu alles preis, was Du zu einem Thema weißt. Zugleich zeigst Du, wie aufwendig die Umsetzung ist.

Vorteile:

  • (Potenzielle) Kunden sehen Deine Kompetenz.
  • Menschen, die lieber Zeit investieren wollen, behalten Dich als Experte und gute Ressource in Erinnerung.

Beispiel: Der Artikel von Patt Flynn rund um Backlink-Strategien ist grandios: THE Backlinking Strategy That Works – 2014 and Beyond Edition. Ich war richtig geflasht nach dem Lesen.

7. Mit Anleitungen Kunden gewinnen

Viele Leute suchen nach Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Blogartikel dieser Art kannst Du leicht erstellen. Dank Bilder, Screenshots oder Videos können Leser leichter Deiner Anleitung folgen. Immer daran denken, das „Wie“ ist das was Du verkaufst. Also mache bitte hilfreiche Anleitungen für grundlegende Sachen.

Beispiel: Die Seite Lifehacker lebt von Anleitungen und Tutorials.

8. Blogartikel mit Statistiken und Fakten

Menschen lieben Zahlen und Fakten. Vermutlich weil das Leben dadurch greifbar wird und Zahlen nicht lügen. 😉 Suche Dir Studien und Ergebnisse aus Deiner Branche und bereite sie verständlich und lesefreundlich auf. Wenn Du mit Zahlen arbeitest, wirkst Du seriöser. Ich weiß, ich weiß, das bist du sowieso. Aber denk immer an die Sache mit der Fremd- und Selbstwahrnehmung. 🙂

Pro-Tipp:
Zieh ein eindeutiges Fazit und sprich eine klare Handlungsempfehlung aus.

 

9. Fallbeispiele helfen bei der Kundengewinnung

Als Fallbeispiel kannst Du ein konkretes, reales Problem eines bestehenden Kunden nehmen und Deinen Lösungsweg im Blogartikel aufzeigen. Ich setzte voraus, der Kunde hat sein Einverständnis gegeben.

Wenn Du Dein Business gerade startest und Dir Kunden als Fallbeispiel fehlen, analysiere jemanden den Du gerne als Kunden hättest oder der nah an Deinem Idealkunden ist. So präsentierst Du zugleich Deine Arbeitsweise und Expertise.

10. Round Up Post – Verbindung mit Experten

Round Up Blogartikel klingt komplizierter als es ist. Du befragst Experten zu einem Thema, fasst ihre Antworten in einem Beitrag zusammen und verlinkst auf ihre Webpräsenz.

Pro-Tipp:
Spitze Deine Frage auf einen Punkt zu. So erhälst Du knackige Antworten und bestärkst die Befragten in ihrer Rolle als Experten für das jeweilige Thema.


Beispiel: Welchen Punkt hälst Du bei der Selbstvermarktung für den wichtigsten?

Vorteile:

  • Aufmerksamkeit: Im Idealfall teilen die verlinkten Experten und/oder Online Ressourcen Deinen Artikel in sozialen Netzwerken.
  • Networking: Die anderen nehmen dich wahr und Du stärkst Dein Netzwerk.
  • Positionierung: Der Expertenglanz strahlt auf Dich ab.
  • Vertrauen: Für potenzielle Kunden bildet es ein Vertrauenssignal.

Beispiel: Der Artikel von Vladislav Melnik: 35 deutsche Blogger, von denen du dir eine Scheibe abschneiden kannst. Der Artikel brachte ihm mindestens 770 Shares in sozialen Netzwerken, wie er selbst schreibt.

11. Blogartikel mit Interviews

Interviewe Kollegen, Zulieferer oder Kunden. Mit den Interviews bietest Du Deinen Lesern neue Perspektiven auf ein Thema. Der Vorbereitungsaufwand ist nicht unerheblich. Wenn Du das Interview schriftlich machst, erleichtert das die Terminabsprache.

Pro-Tipp 1:
Führe das Interview per Skype. Ist Dein Interviewpartner einverstanden, schneide die Videokonferenz mit.


Dadurch gelingt dir die Mehrfachverwertung der Inhalte leichter:

  • Das Video lädst Du auf Youtube hoch.
  • Im Blogartikel bettest Du das Video ein, bereitest die Quintessenz des Gesagten auf und
  • stellst ein Transkript des Interviews per PDF zur Verfügung.
  • Die Audiospur trennst Du und stellst sie als Podcast oder via Soundcloud zur Verfügung.
Pro-Tipp 2:
Interviewst Du mehrere Leute zum gleichen Thema, arbeite mit identischen Fragen bzw. einem Leitfaden. Dein Leser erhält mehr Einblick in verschiedene Sichtweisen und Techniken.

 

12. Neuigkeiten aus Deiner Branche

Ideal wenn Du im B2B-Umfeld unterwegs ist. Geschäftskunden sehen, dass Du up-to-date bist und weisst wohin der Hase läuft.

13. Verfasse Rezensionen zu Fachbüchern

Du hast ein Fachbuch gelesen oder ein neues Produkt in Anwendung, was auch für Deine Leser interessant ist. Verfasse einen Artikel darüber, bringe Deine persönliche Perspektive und Meinung mit ein. Sei ehrlich und bezieh zu den Vor- und Nachteilen Stellung.

Pro-Tipp: 
Natürlich kannst du das Review auch vor der Kamera machen oder anhand von Screencast-Aufnahmen Einblick geben.

 

14. Kreiere Blogartikel auf der Basis von thematischen Zitaten

Aus irgendeinem Grund lieben Menschen Zitate und Weisheiten. Ich nehme mich da nicht aus. 😉 Suche Dir Zitate zu deinem Thema zusammen und bringe sie in einem Blogartikel unter.

Warum hilft das Dir das bei der Kundengewinnung? Zitate sagen immer etwas über eigene Glaubenssätze und Werte aus. Potenzielle Kunden bekommen so eine Ahnung, an wen oder was Du dich orientierst und wie Du tickst.

15. Blogartikel, die zu gut sind, um wahr zu sein

Das ist im Grunde eine Überschriften-Technik. Dem Leser versprichst Du etwas, was eigentlich gar nicht funktionieren kann. Die Neugierde lässt ihn den Artikel lesen. Natürlich musst Du das Versprechen halten und das Unglaubliche zeigen.

Ein Beispiel hierfür ist das Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Timothy Ferriss*.(*Affiliate Link)  Der Titel klingt absurd und unmöglich. Dennoch ist das Buch ein Verkaufsschlager und liegt vielleicht sogar bei Dir auf dem Tisch. Und Tim Ferris zeigt, wie er es mit den 4 Stunden pro Woche hinbekommt. 🙂

Der Artikel von Glen Allsopp passt auch in das Schema. Er beschreibt wie er mit einer nur 3 Monate alten Webseite fast eine Million Webseitenbesucher über Google bekommen hat. Wirf einen Blick auf Deine Besucher-Statistik in den ersten 3 Monaten nach Launch deiner Webseite und Du weißt, wie unglaublich diese Überschrift wirkt. Aber auch Glen zeigt detailliert seine Vorgehensweise.

Bonustipp: Artikel, die in Deine Seele blicken lassen

Hej keine Sorge, es geht hier nicht um einen Seelenstriptease oder nackig machen. 🙂 Du zeigst ein Stück von Deiner Persönlichkeit. Es geht um Fakten über Dich, die Du bisher nicht geäußert hast. Deine Leser lernen den Menschen hinter dem Blog kennen. Das stärkt die Beziehung und Du hebst Dich von der Masse ab.

Du kennst den Spruch: Menschen machen mit Menschen Geschäfte. 🙂 Dieses Blogartikelformat hat einen weiteren Vorteil: Du bekommst Fans! Fans die wirklich Deinen Botschaften Aufmerksamkeit schenken und mit Freunden teilen.

Fazit: Kundengewinnung mit Blogartikeln ist möglich

Es gibt viele Arten von Blogartikeln zur Kundengewinnung. Und ja, es macht einen Unterschied, ob Du ein Online Business betreibst, als Berater oder Trainer unterwegs bist oder einen Handwerksfirma leitest. Je nach dem passt das eine oder andere Format besser.

Es hängt auch immer ein Stück weit davon ab, wie lange Du bereits professionell bloggst und wie gut Du online vernetzt bist. Ein Round Up Artikel ist beispielsweise ein klasse Kickstart-Programm für Deinen Blog und um Beziehungen auf- und auszubauen.

Du benötigst Unterstützung? Ich biete Beratungen zum Thema Business Blogs oder auch einen 60 Minuten Kurzcheck.


Mit welchen Blogartikel-Typen zur Kundengewinnung arbeitest Du erfolgreich? Hast Du noch andere Tipps parat?