Sichtbar, aber wirkungslos: Die 7 größten Content-Fehler

Du gibst dir Mühe. Du schreibst Beiträge, postest auf Instagram, vielleicht hast du sogar gebloggt oder einen Newsletter verschickt. Du bist sichtbar – irgendwie. Aber ehrlich? Es passiert… fast nichts.

Kaum Reichweite. Keine Anfragen. Und du fragst dich: "Was mache ich falsch? Warum funktioniert das bei anderen – aber nicht bei mir?"

Wenn du dich gerade wiedererkennst: Willkommen im Club. Du bist nicht allein.

In Gesprächen mit selbstständigen Coaches, Trainer*innen und Berater*innen begegnen mir immer wieder die gleichen Stolperfallen. Viele machen Content – aber viele machen auch die gleichen sieben Fehler. Und die kosten nicht nur Zeit, sondern auch Reichweite, Anfragen und am Ende: Kunden.

Lass uns also gemeinsam einen ehrlichen Blick draufwerfen. Und vorher eine Sache klarstellen…

Warum Content allein nicht ausreicht

Vielleicht hast du gedacht: „Wenn ich regelmäßig poste, wird's schon laufen." Oder: „Ich zeige meine Expertise, dann kommen die Anfragen schon."

Und ja – Sichtbarkeit ist wichtig. Aber Content an sich bringt dir gar nichts.

Sichtbar sein ist nicht das Ziel.
Das Ziel ist: Vertrauen aufbauen. Relevanz zeigen. Menschen dazu bringen, mit dir arbeiten zu wollen.

Und dafür reicht es nicht, einfach irgendwas zu veröffentlichen. Was du benötigst, sind Beiträge, die auf etwas hinauslaufen. Nämlich auf dein Angebot.

Ob du coachst, berätst oder Workshops gibst: Dein Content darf wie ein Wegweiser funktionieren. Nicht wie ein loses Info-Plakat im Wind.

Brauchst du Unterstützung, um deinen Content strategischer und zielgerichteter zu gestalten? In meinem Content-Marketing und Content-Recycling Coaching entwickeln wir gemeinsam einen Plan, der wirklich funktioniert und auf dein Angebot einzahlt.

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Fehler 1: Unklarheit über deine Zielgruppe

Du setzt dich hin, willst „mal wieder was posten" – aber was genau eigentlich? Und für wen? Und warum? Und was soll danach passieren?

Viele erstellen Content nach dem Motto: „Ich muss halt was posten, sonst bin ich raus." Ohne Plan. Ohne Richtung. Ohne Ziel.

Content ohne Ziel ist wie ein Pfeil ohne Zielscheibe. Und du kannst nicht treffen, wenn du nicht weißt, worauf du zielen sollst.

Noch schlimmer: Wenn du versuchst, „für alle" zu schreiben, fühlt sich am Ende niemand wirklich angesprochen.

Beispiel Persona Frau aus Sicht einer 5a0a85872243a8b456a/2022/03/Alle-5-Schluesselfragen-fuer-die-Entwicklung-einer-Persona.png

Aber sobald du weißt, wer genau dein Wunschkunde ist – was ihn nachts um drei wachhält, wovon er träumt, was ihn zögern lässt – wird Content plötzlich leicht.

Frag dich:

  • Was googelt diese Person um drei Uhr morgens?
  • Welche Fragen stellt sie dir immer wieder?
  • Wovor hat sie Respekt – und wovon träumt sie?

Diese Überlegungen bilden die Basis für deine „Persona". Klingt technisch – ist aber simpel: Du machst deine Zielgruppe greifbar. Statt für eine anonyme Masse zu schreiben, sprichst du eine echte Person mit einem echten Problem an.

Artikeltipp: Persona erstellen: Warum du ohne sie im Marketing ins Leere schießt 

Beispiel:

Sabrina ist Karriere-Coachin für Führungskräfte. Sie postet regelmäßig Tipps zu Selbstreflexion und neuen Führungsmodellen.

Der Haken: Ihre Beiträge sind zwar durchdacht – aber sie sprechen die Falschen an.

Sabrina schreibt für „alle, die was mit Führung zu tun haben". Aber ihr Angebot richtet sich eigentlich an erfahrene Frauen in der Mid-Career-Phase, die in ihrem Job unzufrieden sind und sich beruflich neu ausrichten wollen.

Ihr Content ist nicht falsch – aber nicht fokussiert genug.

Was fehlt: ein konkretes Ziel pro Beitrag. Was soll der Leser tun? Worauf soll der Inhalt einzahlen?

Statt allgemeiner Tipps könnte Sabrina zum Beispiel einen Mini-Fall beschreiben, typische Blockaden schildern – und eine Einladung zum kostenlosen Kennenlerngespräch geben.

Gleicher Aufwand. Andere Wirkung.

Fehler 2: Du bist auf allen Kanälen gleichzeitig unterwegs, aber ohne Plan

Instagram. LinkedIn. Facebook. TikTok. Newsletter. YouTube. Podcast.

Vielleicht hast du auch schon gedacht: „Ich muss überall sein, sonst verpasse ich etwas."

Aber die Wahrheit ist: Wenn du überall bist, bist du nirgends richtig.

Du verzettelst dich. Verlierst Energie. Und deine Botschaft wird schwächer. Denn jede Plattform spricht anders, funktioniert anders, zieht andere Menschen an.

Alles gleichzeitig zu bespielen, ist ein Vollzeitjob. Und du willst vermutlich nicht hauptberuflich Content-Maschine sein.

Beispiel:

Sabrina, unsere Karriere-Coachin, hat sich genau das vorgenommen: LinkedIn für Reichweite. Instagram für die persönliche Note. Ein Newsletter für den Vertrauensaufbau. Und TikTok – „weil man das jetzt eben machen muss".

Das Ergebnis? Sie verbringt Stunden mit Canva, erstellt Content in fünf Formaten, versucht alles unter einen Hut zu bringen – und ist am Ende des Monats einfach nur erschöpft. Ihre Inhalte wirken zerfasert. Die Rückmeldung: minimal. Anfragen? Fehlanzeige.

Dabei liegt die Lösung so nah: Ihre Zielgruppe – erfahrene Frauen auf dem Weg zu beruflicher Veränderung – ist auf LinkedIn. Dort könnte sie mit einem klaren Formatplan, echten Einblicken in ihre Arbeit und regelmäßigem Community-Aufbau viel mehr bewirken – mit weniger Aufwand.

Konzentriere dich auf maximal 1-2 Plattformen, auf denen deine Zielgruppe wirklich aktiv ist. Du musst nicht überall präsent sein, um erfolgreich zu sein.

Weniger Plattformen. Mehr Fokus. Mehr Wirkung.

Fehler 3: Du kennst den Kaufprozess deiner Kunden nicht

Vielleicht hast du schon mal den Begriff „Customer Journey" gehört – also den Weg, den potenzielle Kunden gehen, bevor sie kaufen. Im Kern geht's darum: Menschen werden nicht spontan zu Kunden. Sie durchlaufen Etappen – und brauchen auf jeder davon etwas anderes von dir.

Customer Journey im Online Marketing fuer Coaching Business

Deine Aufgabe: Finde heraus, wo deine Wunschkund*innen nach Lösungen suchen – und mit welchen Inhalten du ihnen dabei weiterhilfst.

Am Anfang sind es oft Beiträge, die Probleme sichtbar machen und erste Impulse geben. Später brauchen deine Leser mehr: Orientierung, Vertrauen, Entscheidungshilfe.

Das können zum Beispiel sein:

  • Freebies
  • Webinare
  • Checklisten
  • Fallstudien
  • Live-Videos
  • oder ein simples Kennenlerngespräch
Beispiel Kaufstufen und passende Content Formate fuer Coaches

Beispiel:

Sabrina, unsere Karriere-Coachin, postet regelmäßig kluge Beiträge über Führungskompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung. Inhaltlich top – aber sie wundert sich, warum kaum jemand ihr 1:1-Coaching bucht.

Was sie übersieht: Ihre Wunschkundinnen durchlaufen einen Prozess.

  1. Problem erkennen: „Ich bin unzufrieden im Job."
  2. Optionen recherchieren: „Was kann ich tun?"
  3. Vergleichen: „Welcher Coach passt zu mir?"
  4. Entscheiden: „Bin ich bereit, zu investieren?"

Sabrina postet vor allem für Phase 1. Die anderen Schritte fehlen – also springt niemand auf.

Was helfen würde: Ein Content-Mix aus…

  • Problemerkennung: „5 Anzeichen, dass du beruflich festgefahren bist"
  • Orientierung: „3 Wege, wie du deine Karriere neu ausrichten kannst"
  • Entscheidungshilfe: „Wie läuft mein Coaching-Prozess ab?"
  • Vertrauen: Erfolgsgeschichten, Erfahrungsberichte, Vorher-Nachher

Mit so einem Mix würde Sabrina ihre Wunschkundinnen Schritt für Schritt zum Erstgespräch führen.

Wer nur Expertenwissen postet, ohne den Weg bis zur Entscheidung mitzudenken, zeigt Kompetenz – aber gibt keinen Grund zu buchen.

Verstehst du genau, wie deine Kunden ihre Kaufentscheidung treffen? Kennst du die Etappen auf dem Weg zu deinem Angebot? In meinemContent-Marketing Coaching analysieren wir den Entscheidungsprozess deiner idealen Kunden und entwickeln passende Content-Formate für jede Phase.

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Fehler 4: Zu viel Fachsprache

Ein Klassiker bei Expert*innen – und total nachvollziehbar. Du willst zeigen, dass du Ahnung hast. Also sprichst du von Resilienzförderung, systemischer Perspektive oder organisationaler Ambiguitätsintoleranz.

Das Problem? Deine Zielgruppe versteht oft nur Bahnhof. Und wer sich nicht angesprochen fühlt, bleibt nicht dran – oder zieht weiter zum nächsten Beitrag, der verständlicher ist.

Fachsprache ist wie ein Schutzschild.
Sie wirkt beeindruckend – aber sie schafft Distanz. Dort, wo eigentlich Nähe, Vertrauen und Verständlichkeit gefragt sind.

Beispiel:

Sabrina, unsere Karriere-Coachin, schreibt einen Post über „berufliche Transitionprozesse im Midlife-Career-Modus". Klingt klug. Fachlich korrekt. Aber ihre Zielkundin scrollt weiter.

Warum? Weil diese Frau sich gerade fragt: „Wie komme ich da raus, wo ich gerade feststecke?" – nicht: „Wie gestalte ich meinen Transitionprozess?"

Hätte Sabrina stattdessen geschrieben: „Warum so viele Frauen mit Mitte 40 unzufrieden im Job sind – und wie du rausfindest, was du wirklich willst" – hätte ihre Zielkundin sich direkt gesehen und verstanden gefühlt.

Sprich wie ein Mensch. Erklär wie einem guten Freund. Das zeigt mehr Expertise als jedes Buzzword.

Fehler 5: Zu selten oder zu viel posten

Kennst du das?

Du veröffentlichst wochenlang Beiträge, was das Zeug hält – und danach? Nichts mehr - entweder weil du gut ausgebucht bist oder weil dir aus anderen Gründen die Zeit für dein Eigenmarketing fehlt. Oder du tauchst nach dem Launch erstmal komplett ab, weil du einfach leer bist.

Es gibt zwei Extreme:

  • Die, die nach jeder intensiven Phase monatelang untertauchen.
  • Und die, die sich drei Wochen lang komplett verausgaben – bis zur Erschöpfung.

Beides ist ungesund. Für dich. Und für deinen Content.

Was fehlt, ist ein Rhythmus, der zu dir passt. Nicht das, was irgendein Guru im Internet empfiehlt. Sondern das, was du realistisch und langfristig durchhalten kannst – ohne auszubrennen.

Infografik Interaktion LinkedIn Instagram und Pinterest im Vergleich

Beispiel:

Sabrina hat gerade ihren neuen Coaching-Workshop gelauncht – mit allem, was geht: Tägliche Posts, Reels, Lives, Newsletter, Stories. Volle Kraft voraus.

Der Workshop war ausgebucht – Erfolg! Aber danach? Totale Funkstille.

Sabrina war ausgelaugt. Ideen? Keine. Energie? Null. Wochenlang passierte gar nichts. Ihr Profil: verwaist. Ihre Sichtbarkeit: futsch.

Beim nächsten Launch fing sie wieder von vorn an.

Hätte sie sich stattdessen einen nachhaltigen Content-Rhythmus überlegt – sagen wir: 1 Blogartikel pro Monat, 2 LinkedIn-Posts pro Woche, 1 Newsletter im Monat – dann wäre sie sichtbar geblieben. Konsequent, aber entspannt.

Marketing ist kein Sprint. Es ist ein Dauerlauf.
Und das Tempo bestimmst du.

Fehler 6: Du lässt dich vom Hochstapler-Syndrom blockieren

Du willst posten – aber alles, was dir einfällt, kommt dir banal vor. 

  • „Das haben doch andere schon gesagt." 
  • „Ist das überhaupt gut genug?" 
  • „Interessiert das wirklich jemanden?"

Willkommen beim Hochstapler-Syndrom. Oder auf Neudeutsch: Impostor-Syndrom.

Gerade viele kluge, erfahrene Frauen kennen das Gefühl, eigentlich gar nicht so kompetent zu sein, wie andere glauben. Sie zweifeln an sich – nicht, weil sie nichts können, sondern weil sie so viel können, dass es ihnen alltäglich vorkommt.

Ich kenne das auch. Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich mit Content-Marketing-Strategie und Content Erstellung. Und trotzdem denke ich manchmal: „Das weiß doch jeder. Das ist doch nicht besonders."

Aber hier ist die Wahrheit: Was für dich selbstverständlich ist, ist für andere Gold wert.

Selbst wenn deine Leser etwas schon hundertmal gehört haben – vielleicht bist du die Eine, die es so erklärt, dass es bei ihnen klick macht.

Bildzitat Triff nicht die Entscheidung fuer deine Kunden welcher Content relevant ist

Und noch etwas: Du kannst nicht wissen, was für deine Zielgruppe interessant ist – bevor du es getestet hast. 

Also poste. Schau, wie es ankommt. Lern daraus. 

Aber entscheide nicht vorab für andere, was „gut genug" ist.

Veröffentliche lieber einen 80 % perfekten Beitrag als gar keinen. Du kannst nicht vorhersehen, welcher Inhalt bei deiner Zielgruppe wirklich ankommt – also probiere es aus und lerne durch Feedback.

Fehler 7: Du verzichtest auf eine Handlungsaufforderung

Du hast einen richtig guten Beitrag geschrieben. Du gibst wertvolle Tipps, teilst persönliche Einblicke – und veröffentlichst ihn voller Stolz.

Und dann... passiert nichts.

Warum?

Weil du vergessen hast zu sagen, was jetzt passieren soll.

Ein klarer Call-to-Action (CTA) ist kein Marketing-Trick – er ist die Brücke zwischen „interessant" und „interessiert". Ohne ihn bleibt dein Beitrag nett – aber wirkungslos.

Stell dir vor, du hältst einen fesselnden Vortrag. Das Publikum ist begeistert. Und dann gehst du einfach von der Bühne, ohne zu sagen, was sie jetzt tun sollen. Genau das passiert bei Content ohne CTA.

Du baust Vertrauen auf, weckst Interesse – und lässt deine Leser dann stehen.

Beispiele für verschiedene Handlungsaufforderungen

  • Download: Eine Checkliste, ein Mini-Plan oder ein Workbook
  • Anmeldung: Für ein Webinar, ein Live-Event oder eine Challenge
  • Kontakt: Einladung zum Kennenlerngespräch
  • Content-Tiefe: Verweis auf ein ergänzendes Video, einen Blogartikel oder eine Podcast-Folge
  • Social: Aufforderung zum Folgen, Kommentieren oder Teilen
  • Newsletter: Eintragen für deinen Verteiler, um nichts zu verpassen
  • Verkauf: Der Hinweis auf ein Produkt oder Angebot

Ein klarer CTA ist wie eine ausgestreckte Hand:
Du zeigst nicht nur den nächsten Schritt – du machst ihn leicht.

Was du stattdessen tun kannst

Fehler zu erkennen ist der erste Schritt. Der zweite? Neue Gewohnheiten entwickeln, die dich entlasten – und die wirklich Wirkung zeigen.

Denn das Ziel ist nicht: mehr machen. Sondern: das Richtige machen – in einem Tempo, das zu dir passt.

Hier kommen sieben pragmatische Ansätze, wie du die typischen Content-Fehler vermeidest – und dabei wieder mehr Freude an deinem Marketing findest.

1. Jeder Beitrag braucht eine Aufgabe

Bevor du auf „Veröffentlichen" klickst, frag dich:

  • Was will ich mit diesem Beitrag erreichen? (z. B. Sichtbarkeit? Vertrauen? eine Buchung?)
  • Was soll meine Zielgruppe danach tun oder denken? (z. B. weiterklicken, kommentieren, sich verstanden fühlen?)
  • Passt der Inhalt zu einem meiner Angebote? (Wenn nicht: Wozu genau zahlt er ein?)

Wenn du das beantworten kannst, bekommt dein Content eine klare Richtung – und du kannst später auch sehen, ob er wirklich funktioniert.

Mini-Beispiel:

Wenn du ein 1:1-Coaching anbietest und einen Beitrag über „Veränderung in der Lebensmitte" schreibst, dann verlinke am Ende direkt zur Coaching-Seite. Nicht in der Hoffnung, dass jemand von allein dorthin findet – sondern weil du weißt, wohin du führen willst.

2. Weniger Plattformen, mehr Wirkung

Du musst nicht auf allen Kanälen tanzen, um erfolgreich zu sein. Im Gegenteil: Je mehr Plattformen du gleichzeitig bespielst, desto schwerer wird es, klar und kontinuierlich zu kommunizieren.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Strategie besteht aus drei Säulen:

  1. Ein Kanal, um gefunden zu werden

    Das ist deine Basis-Plattform – z. B. ein Blog, YouTube-Kanal oder Podcast. Hier produzierst du Inhalte, die auch in Monaten oder Jahren noch relevant sind.

    Setze auf Evergreen-Themen, die nicht veralten – und optimiere sie für Suchmaschinen. So wirst du regelmäßig über Google, YouTube oder Pinterest gefunden – ohne jeden Tag posten zu müssen.

  2. Ein Kanal, um deine Community aufzubauen

    Das ist dein interaktiver Raum, z. B. Instagram, LinkedIn oder Facebook.

    Hier bist du im Austausch. Du beantwortest Fragen, zeigst Einblicke, machst Themen greifbar – und baust Vertrauen auf.

    Nimm dir ein übergeordnetes Thema (z. B. „berufliche Neuorientierung") und brich es auf. Jeder Post kann einen Aspekt beleuchten. Später kannst du diese Inhalte zu einem größeren Beitrag oder Freebie zusammenführen.
  3. Ein Kanal, um deine Fans 1:1 zu erreichen

    Das kann ein Newsletter sein oder eine Messenger-Gruppe. Hier wird es persönlich – und verbindlich. Du erreichst Menschen direkt, ohne Algorithmus, und kannst Inhalte exklusiv oder tiefer aufbereiten.

Und jetzt die wichtigste Regel:

Wähle maximal zwei Plattformen, auf denen deine Zielgruppe wirklich aktiv ist. Und dann: Bleib dort konsistent.

Nicht, weil du „musst", sondern weil du dich für Klarheit entschieden hast.

Ja – du darfst Instagram ignorieren, wenn deine Kunden auf LinkedIn unterwegs sind. Du entscheidest, wo du deine Energie investierst.

3. Entwickle ein System für die Content-Erstellung

Viele denken beim Thema Content an Ideen und Kreativität – aber der eigentliche Punkt ist: ein funktionierendes System.

Ein System, das dir Zeit spart, den Druck nimmt und deine Inhalte planbar macht. Damit du nicht jede Woche bei null anfängst.

Diese 6 Zutaten brauchst du für nachhaltiges Content-Marketing:

  • Zeit – oder Geld – oder ein Team
    Content kostet Ressourcen. Punkt. Entscheide, was du davon investieren willst.
  • Eine klare Strategie
    Warum machst du Content, für wen – und mit welchem Ziel?
  • Einzigartigkeit & Persönlichkeit
    Deine Haltung, dein Stil, deine Sprache: genau das macht den Unterschied.
  • Qualität
    Kein perfekter Perfektionismus – aber Substanz, Struktur und Relevanz.
  • Kontinuität
    Kein Posting-Feuerwerk und dann drei Monate Pause. Lieber weniger – aber regelmäßig.
  • Ein System für die Umsetzung
    Hier wird's konkret: Wie kommst du vom Gedanken zur Veröffentlichung?

Was dir dabei hilft:

  • Ideen sammeln: z. B. mit einer Notiz-App oder einer Excel-Themenliste
  • Redaktionsprozess strukturieren: mit Checklisten, festen Schritten & Zeitfenstern
  • Veröffentlichung und Vermarktung planen: z. B. über ein Tool wie Trello, Notion oder Google Sheets
  • Recycling nicht vergessen: Inhalte wiederverwenden, weiterdenken, neu verpacken
Du brauchst kein komplexes System – aber du brauchst eins, das zu dir passt.

Brauchst du Unterstützung beim Aufbau eines effizienten Content-Systems? Im Content-Recycling Coaching entwickeln wir gemeinsam einen nachhaltigen Workflow, der deine wertvollen Inhalte optimal nutzt und dir Zeit spart.

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4. Sprich wie ein Mensch, nicht wie ein Handbuch

Deine Expertise ist wertvoll – aber sie wird nur wirksam, wenn andere sie verstehen.

Wenn du mit Begriffen wie „systemische Resilienzförderung im Führungskontext" um dich wirfst, beeindruckst du vielleicht Kolleg*innen – aber deine Zielgruppe denkt sich: Hä?

Komplizierte Sprache wirkt klug. Aber sie baut Mauern statt Brücken.

Ersetze Fachbegriffe durch einfache Worte. Nutze Bilder, Vergleiche, Alltagssprache.

Frag dich bei jedem Satz: Würde ich das so auch einem guten Freund erklären? Wenn ja – perfekt. Wenn nicht – vereinfache.

Klarheit zeigt mehr Kompetenz als jedes Buzzword.

5. Finde deinen Rhythmus

Viele machen entweder alles – oder gar nichts. Sie posten täglich drei Reels… und dann monatelang nichts mehr.

Was dir fehlt, ist kein Willen. Was dir fehlt, ist ein Rhythmus, der zu dir passt.

Du musst nicht dreimal pro Woche posten. Du musst nicht tanzen, podcasten, bloggen und mailen. Aber du solltest wissen, was für dich realistisch ist – und daraus einen Plan machen, der dich trägt.

Das kann so aussehen:

  • 2 Blogartikel pro Monat
  • 2 Social-Posts pro Woche
  • 1 Newsletter im Monat

Klingt machbar? Dann bleib dabei. Verlässlichkeit schlägt Lautstärke – immer.

Und wenn mal eine Woche Pause ist? Kein Drama. Der Rhythmus darf sich deinem Leben anpassen, nicht umgekehrt.

6. Nutze, was du schon hast

Erstellst du Content – oder verheizt du ihn?

Viele veröffentlichen einen Blogartikel, teilen ihn vielleicht einmal – und vergessen ihn dann. Dabei steckt in jedem guten Beitrag viel mehr Potenzial, als du denkst.

Jeder hochwertige Inhalt ist eine Schatzkiste. Du musst sie nur regelmäßig öffnen.

Frag dich: Was davon kann ich noch einmal verwenden – in neuem Format, auf neuem Kanal oder in anderem Zusammenhang?

Infografik Content Recycling am Beispiel Instagram 23 Beitraege aus einem Blogartikel

So wird aus einem Beitrag ganz einfach mehr:

  • Aus Blogposts → LinkedIn-Posts
    (z. B. jede Zwischenüberschrift als Einzelpost)
  • Aus Newsletter-Abschnitten → kurze Reels oder Storys
    (visuelle Aufbereitung für Social Media)
  • Aus FAQs → ein Freebie oder Mini-Guide
    (sammle häufige Fragen und beantworte sie als Download)
  • Aus deinem Workshop → ein Workbook
    (Struktur + Inhalte nutzen und in ein Produkt gießen)
Einmal tief denken – dann mehrfach verwenden. Das ist effizient. Das spart Zeit. Und es bringt mehr Wirkung als ständig Neues zu produzieren.

7. Bring deine Persönlichkeit in deinen Content ein

Menschen kaufen nicht nur deine Leistung – sie kaufen dich. Deine Haltung. Deine Geschichte. Deinen Stil.

Gerade als Coach, Beraterin oder Expertin ist deine Persönlichkeit ein echter Vertrauens-Booster. Doch genau die wird im Content oft zurückgehalten – aus Angst, nicht „professionell genug" zu wirken.

Aber hier ist die Wahrheit: Persönlichkeit schafft Nähe. Nähe schafft Vertrauen. Vertrauen verkauft.

Bildzitat Was hat jemand davon wenn er seine Zeit in deine Inhalte steckt

So bringst du mehr von dir in deinen Content:

  • Zeig deine Geschichte.
    Teile persönliche Erlebnisse – von kleinen Erfolgen bis zu großen Aha-Momenten. Zeig deinen Weg.
  • Entwickle deinen Stil.
    Nutze Farben, Schriften, Sprache und Bildwelten, die zu dir passen. Verzichte auf Stockfotos und austauschbare Zitate.
  • Zeig, was deine Arbeit bewirkt.
    Teile Erfolgsgeschichten – als Testimonial, Fallstudie oder Behind-the-Scenes-Post.
  • Lass deine Empfehlungen sprechen.
    Teile persönliche Top-10-Listen: Bücher, Tools, Filme oder Methoden, die dich inspirieren. Mit Bezug zu deinem Angebot – oder einfach als Blick hinter die Kulissen.
  • Nutz echte Daten.
    Starte eine kleine Umfrage. Teile die Ergebnisse. Mach daraus einen Beitrag oder ein Freebie – das zeigt Tiefe und Haltung.

Und ein letzter Punkt: Setz dir Ziele für deinen Content. Was willst du erreichen – und woran merkst du, dass du auf dem richtigen Weg bist?

Wenn du deine Inhalte regelmäßig auswertest, erkennst du schnell: Was funktioniert? Was kommt an? Und was bringt dich wirklich weiter?

Fazit: Weniger Fehler, mehr Wirkung

Wenn du dich in einem oder mehreren dieser Fehler wiedererkannt hast – keine Sorge. Das heißt nicht, dass du gescheitert bist. Es heißt nur: Du bist losgelaufen – aber noch ohne Karte.

Fehler sind kein Rückschritt. Sie sind Wegweiser, die dir zeigen, wo du ansetzen kannst.

Du brauchst keinen perfekten Redaktionsplan. Keine Superkraft. Was du brauchst, ist ein klarer Fokus:

  • Warum machst du Content?
  • Für wen?
  • Und wohin soll er führen?

Wenn du das verinnerlichst, wird dein Marketing nicht nur wirkungsvoller – sondern auch leichter, menschlicher und erfüllender.

Nächster Schritt: Content mit System

Wenn du raus willst aus dem Fehler-Modus – und rein in eine klare, nachhaltige Strategie: Dann schau dir meine Perlen-Content-Methode an.

Ein System, mit dem du:

  • 12 hochwertige Beiträge pro Angebot erstellst
  • daraus Social-Posts, Newsletter & Freebies entwickelst
  • und endlich Content hast, der für dich arbeitet

Weniger Stress. Mehr Wirkung. Mehr Raum für das, was du eigentlich tun willst.

Du möchtest dein Content-Marketing auf ein neues Level heben? Zwei Wege, wie du jetzt starten kannst:

1. Selbst starten: Lies mehr zur Perlen-Content-Methode

2.Gemeinsam planen: Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch via Zoom – und wir schauen, welche Formate am besten zu dir passen.

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